18. März 2026

Weniger als jedes siebte Unternehmen ist strategisch ausgerichtet. Was können Führungskräfte dagegen tun?

Strategische Ausrichtung, definiert als das gemeinsame Arbeiten aller Mitglieder eines Unternehmens – von der Führungsetage bis zu den Mitarbeitern an der Basis – an einer gemeinsamen Vision, gilt weithin als wichtiger Treiber für die Unternehmensleistung. In der Praxis bleibt dies jedoch eine ständige Herausforderung. 

Eine kürzlich in der Harvard Business Review veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass 91 % der Führungskräfte der Meinung sind, dass strategische Ausrichtung unerlässlich ist, aber weniger als jede siebte Organisation ist fest davon überzeugt, dass sie strategisch ausgerichtet ist. Unter den Führungskräften, die der Aussage, dass ihre Organisation strategisch ausgerichtet ist, entschieden widersprachen, gaben 77 % an, dass die finanzielle Leistung hinter den Zielen zurückblieb.

In multinationalen Unternehmen ist diese Herausforderung noch größer. Die Strategie mag in der Zentrale klar sein, aber sie wird durch unterschiedliche Sprachkenntnisse und unterschiedliches Selbstvertrauen gefiltert, wenn die Botschaften an die regionalen Teams weitergegeben werden. Im Laufe der Zeit können kleine Unterschiede in der Interpretation zu einer inkonsistenten Umsetzung führen.

Viele Unternehmen führen Sprachkurse ein, um die internationale Kommunikation zu stärken. Neue Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass die Ausgereiftheit oder der „Reifegrad” dieser Programme eine wichtige Rolle dabei spielt, ob sie zu einer konsistenten globalen Ausrichtung beitragen.

Der Zusammenhang zwischen Sprachunterricht und strategischer Ausrichtung


Erkenntnisse aus 1.300 multinationalen Unternehmen zeigen, dass Sprachunterricht, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, zahlreiche geschäftliche Vorteile mit sich bringt, darunter eine verbesserte Effizienz und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter.

Wenn es jedoch darum geht, die Ausrichtung auf die Unternehmenskultur und -ziele teamübergreifend zu verbessern, konzentriert sich dieser Vorteil auf Unternehmen mit den am weitesten entwickelten oder „ausgereiftesten” Sprachprogrammen. 

Unternehmen, die durch Sprachunterricht eine verbesserte Abstimmung und ein besseres Verständnis der Unternehmenskultur und -ziele zwischen den Teams erfahren haben

Diese Beziehung spiegelt sich nicht nur in den gemeldeten Verbesserungen zwischen den Teams wider, sondern auch in umfassenderen Maßnahmen zur Unternehmenskultur. Unternehmen mit ausgereifteren Sprachprogrammen berichten deutlich häufiger von einer starken, klar definierten Kultur.

Unternehmen, die eine starke, klar definierte Kultur melden, nach Reifegrad des Programms

Eine starke Unternehmenskultur spiegelt gemeinsame Normen und Erwartungen aller Teams wider, was zu einer umfassenderen kulturellen Kohärenz führt, die für die strategische Ausrichtung erforderlich ist. Die Korrelationen in diesen Diagrammen deuten jedoch darauf hin, dass das Vorhandensein eines Sprachschulungsprogramms allein nicht ausreicht, da nur die ausgereiftesten oder anspruchsvollsten Programme mit diesen Verbesserungen der Ausrichtung in Verbindung stehen.

Implikationen für globale Führungskräfte


Einblicke in der Harvard Business Review zeigen, dass diejenigen, die weiter vom Entscheidungszentrum entfernt sind, dessen Ergebnisse eher pessimistisch oder negativ bewerten. Um dem entgegenzuwirken, muss die Strategie durch die Führungskräfte auf der Ebene der Geschäftsleitung, der Fachbereiche und des operativen Geschäfts effektiv umgesetzt werden, und die Sicherstellung und Aufrechterhaltung einer hohen strategischen Ausrichtung sollte ein gemeinsames Ziel aller Führungskräfte sein.

In globalen Organisationen sind Sprachkenntnisse einer der Mechanismen, durch die diese Umsetzung erfolgt. Der bloße Zugang zu Sprachunterricht kann zwar die Kommunikation verbessern, führt aber nicht unbedingt zu einem gemeinsamen Verständnis. Programme mit höherer Reife scheinen eher dazu beizutragen, dass Prioritäten und Erwartungen teamübergreifend einheitlich interpretiert werden und die Unternehmenskultur akzeptiert wird.

Für sechs von sieben Unternehmen, die keine starke strategische Ausrichtung haben, ist der Aufbau eines stärkeren Sprachprogramms eine praktische Möglichkeit, diese Lücke zu schließen.

Schnelle Erfolge beim Aufbau eines Sprachprogramms mit hoher Reife

Mehrere Merkmale ausgereifter Sprachprogramme können zur Unterstützung der strategischen Ausrichtung herangezogen werden:


Durch die Verknüpfung von Sprachprogrammen mit der Leistung der Mitarbeiter und den Unternehmenszielen unterstützen die Programme direkt die Strategie des Unternehmens und den Beitrag jedes einzelnen Mitarbeiters dazu.


Regelmäßige Programmüberprüfungen tragen dazu bei, dass die Schulungen weiterhin auf die aktuellen Prioritäten des Unternehmens abgestimmt sind und nicht den Anschluss an die geschäftlichen Anforderungen verlieren.


Eine stärkere Personalisierung des Lernens ermöglicht es, individuelle Kommunikationslücken zu schließen. 


Intensives Üben stärkt das Selbstvertrauen der Mitarbeiter, sich in Besprechungen zu Wort zu melden und zur Entscheidungsfindung beizutragen.


Kulturelles Lernen hilft Kollegen, Verhaltensweisen, Feedback und Kommunikationsstile in verschiedenen Regionen genauer zu interpretieren.